Trauma der Psychoanalyse?
Die Vertreibung der Psychoanalyse
aus Wien 1938 und die Folgen
Herausgeber: Wiener
Psychoanalytische Vereinigung
Mille Tre Verlag, Wien 2005 • Bibliothek Wissen
ISBN 978-3-900198-08-4 (ISBN-10: 3-900198-08-X)
223 Seiten, 17 × 23,5 cm, Softcover
€ 29,70 • bestellen
Unmittelbar nach dem „Anschluss“ 1938 liquidierten
die Nationalsozialisten die Wiener Psychoanalytische Vereinigung und den
Internationalen Psychoanalytischen Verlag in Wien. Der Großteil der
österreichischen PsychoanalytikerInnen war gezwungen zu emigrieren,
wenige blieben und arbeiteten im Untergrund weiter.
Die Beiträge dieses Bandes sind das Ergebnis einer 2003
in Wien veranstalteten internationalen Tagung zum Thema „Die Vertreibung
der Psychoanalyse aus Wien 1938 und die Folgen“, sie umfassen einen
zeitlichen Rahmen von den Jahren der NS-Herrschaft bis in die Gegenwart.
Gegenstand der Arbeiten sind die Auswirkungen von
Nationalsozialismus, Unterdrückung, Vertreibung und Emigration auf
Geschichte, Theorie und Praxis der Psychoanalyse, sowie Erfahrungen aus
Psychoanalysen von Opfern des Holocaust in erster und zweiter Generation;
nachgegangen wird aber auch der Frage, ob und wie der Umgang mit der
eigenen Vergangenheit innerhalb der psychoanalytischen Institutionen
selbst thematisiert werden konnte.
Zu Wort kommen die PsychoanalytikerInnen Thomas Aichhorn,
Gertraud Diem-Wille, Elisabeth Brainin und Samy Teicher (Wien), Riccardo
Steiner (London), John S. Kafka und Marion Oliner (USA), Ilany Kogan
(Israel) sowie die Psychologin und Sozialwissenschaftlerin Elke
Mühlleitner (Deutschland).
Redaktion:
Wilhelm Burian, Peter Skriboth, Samy Teicher, Gudrun Wolfgruber
Beiträge:
Elke Mühlleitner
Das Ende der psychoanalytischen Bewegung in Wien und die
Auflösung der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung
Thomas Aichhorn
Bausteine für eine Chronik der WPV; 1938–1950
Gertraud Diem-Wille
Über den Einfluss der Vertreibung der Psychoanalytiker
1938 auf die Geschichte der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung
Riccardo Steiner
Einige Bemerkungen über die theoretischen und
klinischen Entwicklungen in der Psychoanalyse nach Auflösung der Wiener
Psychoanalytischen Vereinigung
(Übersetzung aus dem Englischen: Silvia Breuß)
John S. Kafka
„Unterbrechen“ und „Zerbrechen“. Die Gewalt der
Nicht-Interpretation
Marion M. Oliner
Auf der Jagd nach Nazis
Elisabeth Brainin, Samy Teicher
Trauma und Phantasie
Ilany Kogan
Trauma und Kreativität – kreative Betätigung in der
Behandlung der Nachkommen von Holocaust-Überlebenden
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