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Höhlenfrauen
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Gertraud Klemm:
Panda
aus dem Erzählband „Höhlenfrauen“
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Die digitalen Veröffentlichungsrechte liegen bei der
Autorin.
Ich traf den Cellisten im Foyer eines Lokals, in das ich
zu Hause niemals gehen würde, um 4 Uhr 15 morgens in einem Schiort auf
1800 Metern Seehöhe. Die klirrende Kälte hatte meine Augen erbarmungslos
gemolken; durch den glasigen Schleier sah ich nichts als das verschwommene
Abbild eines großen dunkelhaarigen Mannes neben meiner kleinen blonden
Freundin Klara. Die beiden standen mir im Weg, also stellte ich mich
betrunken und ratlos neben Klara, griff mit der Rechten nach ihrer Hand
und quetschte einen dicken Tränenstrom aus meinen Augen. Mit der Linken
verwischte ich die Tränen und die Wimpertusche zu einer bröseligen, wohl
grauschwarzen Emulsion. Ich sah mir die beiden genau an. Meine Freundin
hatte nicht einmal bemerkt, dass ihre Hand in meiner lag, so hingabevoll
und konzentriert war sie bemüht, Kopulationsbereitschaft zu
signalisieren.
Das Gespräch zwischen den beiden war unhörbar für
mich, verschluckt von Musik und gelegentlichem Hintergrundgebrüll
Betrunkener, aber auch von meiner gewollten, akustischen Abstinenz. Den
ganzen Abend schon war Klara wie in Trance, hatte aufreizend getanzt, ihre
langen blonden Haare gebeutelt und den Kopf in den Nacken geworfen. Sie
begann, mir auf die Nerven zu gehen.
Keiner von den vielen Interessenten, die sie im Laufe der
langen Nacht umkreist hatten wie Raubvögel, dachte auch nur im Traum
daran, dass Klara verrückt sein könnte, völlig verfremdet und vergiftet
von einem aus den Fugen geratenen Cocktail aus Amphetaminen, Sedativa und
Wodka Red Bull. Ihr Mann lag nach dem Absturz seines Sportflugzeuges vor
neun Wochen in kleine Portionen zerfetzt und verkohlt in einem teuren
Eichensarg in der fruchtbaren Schwechater Schwarzerde und schloss soeben
als Nährmedium für Insektenlarven und Bakterien den Kreislauf des
Lebens.
Wochenlang hatte ich an ihrer Seite gewacht, zugesehen,
wie sie hartnäckig Tränen ausscheidend in ihrem Bett gelegen war, immer
blasser und dünner wurde, bis sie eines Abends mit geröteten Wangen vor
meiner Wohnungstüre erschienen war, durchscheinend und fahrig wie eine
Illusion, und mich gebeten hatte, am Wochenende mit ihr hierher zu fahren,
wozu auch immer.
Also stand ich nun wie ein Schlagschatten neben den
beiden und wartete, darauf vorbereitet, gerade noch einschreiten zu
können, bevor Klara ein Opfer ihrer dubiosen Reize würde, was ich in
ihrem Zustand höchst bedenklich fand. Ich musste, nein, durfte auf sie
achtgeben, die Stärkere sein.
Klara war immer die Schönere von uns beiden gewesen.
Gleichschöne Freundschaften hielten nicht lange. Merkwürdig, dass beste
Freundinnen nie gleich attraktiv sein konnten. Immer war eine schön und
die andere bestenfalls durchschnittlich. Klara war zart, ätherisch und
magisch. Mit der Zeit hatte ich gelernt, in ihrem Schatten zu leben. Und
jetzt war alles anders, und trotzdem stand ich wieder im Schatten.
Den ganzen Abend hatte ich brav meine Pflichten erfüllt,
als mich plötzlich bei dem Anblick der hingabevollen, manischen Witwe
rasende Wut und gleich danach bodenlose Erschöpfung überfielen. Ich
ließ Klaras kalte Hand im Reflex fallen, fast fühlte ich kreisrunde
Spuren ihrer parasitären Absichten als blutleere Löcher in meiner
Rechten. Ich wandte mich zum Gehen; geplant war, im Gedränge des Lokals
einen guten Beobachtungspunkt zu erkämpfen und die Situation von dort
unter Kontrolle zu halten.
Der Mann neben Klara zeigte plötzlich Reaktion auf mein
Weggehen, hob die Hand und sagte: „Das wollte ich nicht, deine Freundin
will sicher bei dir bleiben.“
Ich starrte seine Handfläche an; all seine Fingerkuppen
waren entlang einer scheinbar durchgehenden, horizontal verlaufenden Linie
von einem massiven Schwielenband gezeichnet, welches mich in seinen Bann
zog. Schnell zwang ich meinen Blick in sein Gesicht. Seine irritierende
Hand sank hinab, er lächelte und gab eine gewinnende Lücke zwischen den
Schneidezähnen preis.
„Ist schon in Ordnung“, winkte ich ab, nickte,
zwinkerte Klara zu und quetschte mich erlöst ins eigentliche Lokal. Es
war ein überraschend geringer Anteil Überwindung dabei; bei
Nüchternheit nämlich hasse ich Menschenaufläufe, gehe Situationen aus
dem Weg, wo ich von fremdem Fleisch berührt, geboxt und angepoltert
werde. Schon eine leichte, geduldet oder gar gewollt anfühlende
Berührung zwischen dicken Jacken in der U-Bahn kann mich in den Wahnsinn
treiben. Aber mithilfe der Aura einer ganz spezifischen Betrunkenheit
wurde die Phobie zu einem Spiel, einer abartigen Geborgenheit in der
Masse; das Gefühl, nicht fallen zu können, weil man feststeckt, die
Lust, schamlos am Nacken eines attraktiven Menschen riechen zu können,
all das überwiegt die unübersehbaren Nachteile der Drängelei in diesen
seltenen Momenten.
So ein Moment war jetzt. Einsam, aber in gute, kompakte
Menschenmasse eingegossen, floss ich zum Kleiderständer, entledigte mich
meiner Jacke, ließ mich weiter zur Bar treiben, kaufte mir einen Whiskey
Sour mit knirschendem Zuckerrand und stellte mich an einen Bar-Tisch, der
aufgrund von Pärchenkonstellationen Distanz und Ruhe versprach. Von dort
sah ich zu, wie das überschaubare Meer der Menschen gute Laune
verströmte, sog die Banalität der betrunkenen Lebensfreude auf,
goutierte ihre Rituale und leckte zufrieden am scharfen Zucker meines
Drinks. Als ich wieder zur Tür sah, waren Klara und der Schwielenmann
nicht mehr im Vorraum. Immer noch eingelullt, aber besorgt und etwas
nervös, durchforstete ich die Menge aus Köpfen und fand sie neben einem
neuen, glatzköpfigen Mann, sie immer noch fest entschlossen, sich um
jeden Preis unterhalten zu lassen, er in konzentrierter Mission, die Mühe
lohnenden Eindruck bei ihr zu hinterlassen. Die besoffenen Paare an meinem
Tisch gähnten, die Männer stopften ihre Freundinnen wie Puppen in ihre
Jacken und verließen das Lokal durch die schütterer werdende Masse. Ich
sicherte mir einen der drehbaren Barhocker, nahm darauf Platz und blickte
eine unbestimmte Zeit lang auf die Menge wie auf eine hofnärrische
Inszenierung.
Eine jähe Drehbewegung des Barhockers entriss mich
meiner Berieselung; bevor ich reagieren konnte, hatte sich mein Blickfeld
um 180 Grad gewandt und ich blickte überrumpelt in das zahnlückige
Grinsen von Klaras Schwielenträger, der unbemerkt an meinem Tisch Platz
genommen und meinen Stuhl geschickt mit einem Impuls des Fußes
manipuliert hatte.
„Hier bin ich“, sagte er und reduzierte dabei sein
Lächeln auf ein bezauberndes Minimum.
„Wo ist Klara?“, fragte ich. Das Bedürfnis, ihn
heute nicht mehr teilen zu müssen, wurde mehr als eine Ahnung. Er blickte
zu Boden und schüttelte den Kopf, sein halblanges, dunkles Haar wogte
dabei hin und her. „Nicht über Klara, sondern über dich reden, bitte“,
murmelte er. Ich nickte gehorsam.
„Was ist mit deinen Augen passiert?“, fragte er.
„Oje“, lachte ich. „Ich sehe aus wie ein Pandabär
– stimmt’s?“, fragte ich grinsend, und er lachte laut auf und
nickte. Klara hatte das einmal zu mir gesagt, du siehst aus wie ein
Pandabär, was mich verletzte. Ich wusste, dass ich tatsächlich wie ein
Panda aussah und wirkte, die Augen dunkel umrandet, schlecht geschminkt
und die Schminke nicht gut gewartet. Pandabären waren langsame, träge
Wesen mit großen, tief liegenden, hoffnungslosen Augen, immer einen Hauch
von Aussterben verströmend. Mir war klar, wie es gemeint war. Ehrlich.
„Ich mach das gleich weg“, sagte ich bestimmt, wollte
ablenken, nicht an Panda und Klara denken. Also griff ich nach seinen
Händen und drehte die Innenflächen nach oben. Ich wusste, die Hände
gehörten jetzt mir, nein, der ganze Schwielenmann gehörte jetzt mir und
ich hatte keine Angst, zurückgewiesen oder gar beleidigt zu werden. Der
Whiskey hatte mich mutig gemacht. Abwartend überließ er mir seine Hände
mit ihrem ganzen Gewicht.
„Was ist mit deinen Händen passiert?“, fragte ich
und starrte in seine Augen, um nicht wieder an der Zahnlücke hängen zu
bleiben. Er war richtig schön, schön mit feinen Makeln. Seine Hände
waren der Schlüssel zu seinem Geist, in den ich mich für kurze Zeit
einzuschleichen gedachte.
„Das ist die Frucht der klassischen Musik. Ich bin
Cellist.“
Ich lächelte und wartete. Kein Finger war verschont von
den Spuren der harten rauen Saiten. Ich spürte den Atem der Zeit, dachte
an jahrelanges Musizieren, an dominante, fordernde Eltern, und an den
erfolgreichen, zellulären Widerstand der Fingerkuppen. Ich erinnerte mich
an 10-Groschen Münzen auf meinen Handrücken am Klavier, an die
Unmöglichkeit, diese beim Spielen nicht abzubeuteln, an endlose,
verhasste Etüden, die ich wie rasend spielte, um es schneller hinter mich
zu bringen, an das Unvermögen bis zuletzt, Noten zu lesen. An den
übertriebenen Stolz der Lehrerin, meiner toten Taufpatin. Ihm von meinem
Trauma mit dem Klavier zu erzählen, hob ich mir für später auf. Ich
ließ seine Hände los.
Der Cellist begann unaufgefordert zu sprechen; es war ein
fließender Monolog über Musik, das Leben als Kammermusiker, halbherzige,
sterbende Beziehungen, ohne Selbstmitleid oder Prahlerei. Ich hörte zu
und beobachtete ihn dabei.
„Was ist mir dir?“, fragte er, als er fertig war. „Was
gibt es über dich zu wissen?“
„Gleich“, antwortete ich und beschloss, aufs Klo zu
gehen um mein Gesicht im Spiegel zu sehen, um mich wieder zu erkennen,
bevor ich von mir erzählen würde.
„Komm bald zurück!“, rief er mir nach.
Ich sprang in die Menschenmasse, quetschte mich zum Klo
und verbrachte dort viel, zu viel Zeit. Der graue Halo um meine Augen
ließ sich mühelos entfernen. Der Rest meines Gesichtes aber entpuppte
sich als eine fremde, verunsichernde Masse mit roten Augäpfeln, rissigen
Lippen und einem schiefem Mund. Mein Kopf war groß, asymmetrisch und mein
Blick entrückt. Die Art, wie ich mich betrachtete, ernüchterte mich. Ich
hatte mich ein bisschen verliebt und keine Chance auf was auch immer ich
mir erwartet hatte. Ich wusch mir das verhasste Gesicht fest und brutal
mit eiskaltem Wasser. Die Frau am Barhocker war eine tote Illusion. Es
waren die anderen Frauen, die zum Verzaubern von geheimnisvollen Cellisten
geboren waren; bösartige, verstörende Frauen mit federndem Gang und
luftigen Gehirnen, Frauen wie Klara, gegen die nicht einmal ein toter,
frisch begrabener Ehemann etwas ausrichten konnte. Langfristig würde ich
nur Mitleid erregen. Ich kannte das. Pandabären dienen als Symbol
aufgegebener Hoffnung, und man weiß um ihr Schicksal; kein Mensch wirft
mehr auch nur eine Münze in ihre großen, hohlen Plastikabbildungen mit
dem Geldschlitz am Kopf. Ich lehnte meine Stirn an die kühlen Kacheln,
Hundertwasserimitate, und trauerte ein bisschen über die verlorene
Leichtigkeit der letzten Stunde. Trotzdem würde ich zurückgehen.
Vielleicht war er noch da. Wer weiß, wo Klara sich aufhielt.
Möglicherweise gab sich der Cellist mit mir zufrieden, wenigstens heute,
solang alle Klaras im Lokal in anderen Händen waren. Nach einer Minute
hatte ich mich gesammelt und war bereit, in die Menge zurückzukehren.
Als ich die Massen vor mir sah, wusste ich, dass sich
alles um mich verändert hatte. Die Menschenmenge war keine zufriedene
Herde mehr, sondern ein betäubter Tumult, der jederzeit ausbrechen
konnte. Ich holte tief Luft und suchte nach einem Ausweg. Nur eine kleine
Lichtung im dicht geschlossenen System war zu sehen. Zwei Männer waren in
Begriff, sich zu prügeln, und um sie herum hatte sich auf wundersame
Weise Raum für Distanz gefunden.
Ich hielt wieder einmal Ausschau nach Klara, hatte meine
Rolle wieder gefunden, obwohl in mir eine Gereiztheit siedete. Ich hasste
Klara dafür, dass sie sich so selbstverständlich auf mich verließ. Sie
wusste, dass ich sie suchen und finden würde, knapp bevor der
rotgesichtige, britische Glatzkopf seine vom Alkohol pelzige Zunge in
ihren Mund stecken konnte. Wer konnte schon wissen, was er mit ihr oder
sie mit ihm oder sie mit sich selbst anrichten würde? Ich stellte mich
auf die Zehenspitzen und spähte aufmerksam wie ein Erdmännchen durch das
Lokal. Es war schnell leerer geworden, seit die Männer sich lautstark zu
prügeln gedachten, was sie immer noch nicht taten. Wie eingefroren
standen sie einander gegenüber.
Ich quetschte mich durch die Mitte, knapp an der
vermeintlichen Gefahrenzone. Als ich mich hinter einem der Streithähne
vorbei schob, um den kürzesten Weg zu meiner Jacke zu nehmen, lösten
sich die beiden plötzlich aus ihrer Erstarrung, verkeilten sich
ineinander und bewegten sich als tobendes Bündel auf mich zu. Ich konnte
nicht ausweichen. Ein dumpfer Schlag traf mich an der Schulter, der mich
mit verblüffender Heftigkeit aus dem Gleichgewicht warf. Ich taumelte,
verlor den Halt und stürzte mit Wucht in den Kleiderständer, riss ihn in
einer unheilvollen Umarmung um und landete mit lautem Krachen am Boden;
ein heftiger Schmerz am rechten Nasenflügel ließ keinen Gedanken, keine
Geräusche und keinen anderen Schmerz zu. Ich stöhnte und legte meinen
Kopf seitlich in das Konglomerat aus kaputtem Holz und Daunenjacken. Vor
mir war ein Schleier aus grauem kratzigen Loden, der meinen heißen Atem
reflektierte. Dann wurde es plötzlich bis auf aufgeregtes Murmeln
gespenstisch still und gleichzeitig hell, die Musik war ausgegangen, das
Licht an, und Hände zerrten an mir und brachten mich wider Willen in
aufrechte Position. Die Prügelei war erledigt, bevor sie begonnen hatte.
Ein großer, dicker Mann mit einem großen Delta geplatzter roter
Äderchen auf den Wangen erschien vor mir und stellte mir eine Menge
Fragen.
„Geht’s? Können Sie stehen? Was ist passiert?“
Ich nickte beschwichtigend. In meiner Nase brannte ein
wild zuckendes Feuer, übel schmeckendes Blut floss in meinen Mund, meine
Arme und Beine zitterten, aber ich fühlte mich nicht in der Lage, noch
eine Sekunde länger hier zu bleiben. Die Blicke der um mich
Herumstehenden verrieten unterdrücktes Lachen ohne Mitleid; ich hatte
offenbar allen Grund, mich zu schämen.
„Ich muss jetzt gehen“, stieß ich hervor und wankte
ohne Jacke aus dem Lokal. Im Vorraum drehte ich mich noch einmal um; alle
sahen mir nach, aber niemand folgte mir. Ich stieß die Türe auf und
erschrak über die beißende Kälte. Mein schneller, kondensierender Atem
produzierte eine dichte Dampfwolke. Ich lehnte mich an einen Schiständer
und blickte um mich. An die Hauswand gelehnt stand Klara, in einem innigen
Kuss verbissen mit dem Cellisten, seine Hände wühlten entschlossen unter
ihrem Gewand, nackte weiße Haut trat hervor und schien nicht zu frieren.
Klaras rechte Hand war eine äußerst mobile Klaue am
Jeansstoff seiner Genitalien, ihre Linke knetete verträumt seinen Nacken.
Ich starrte die beiden an. Das Gebilde war von unerträglicher,
unverkennbar beidseitiger Freiwilligkeit. Nicht die leiseste Ahnung von
falschem Verständnis war erahnbar. Ein kurzes, flüchtiges Bedürfnis,
hinzulaufen und die Innigkeit zu zerstören, keimte auf und erstarb auch
gleich wieder.
Ich wandte mich ab, versteckte mich hinter dem
Schigestell und hockte mich auf den Boden, den Kopf in den Nacken legend,
und sah nach oben. Es gab nichts weiter zu tun. Die Luft war allerorts von
einem Glitzern erfüllt, das in Form winziger Schneekristalle im Gesicht
fühlbar war. Das Glitzern war wunderschön und schien sich nach oben hin
unendlich auszubreiten. Es war kalt, aber die Kälte hatte etwas
Heilsames. Aus meiner Nase war Blut auf den Boden getropft und hinterließ
dort vier hübsche, leuchtende Sterne im festgetrampelten Schnee. Ich
stand auf, ging unbemerkt an den beiden vorbei, auf die Schipiste hinter
dem Lokal zu, und musste plötzlich lachen, zuerst darüber, wie ich
gestürzt war, dann über Klara, die vor nichts halt machte, dann über
den Cellisten mit seinen faulen Tricks und zuletzt über meine
tollpatschigen, überflüssigen Rettungsversuche. Das Lachen war fremd,
aber befreiend. Je höher ich kam, desto intensiver schien das Glitzern
auf der Piste zu werden; leise lachend stapfte ich im Schnee bergauf.
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