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Gertraud Klemm:HöhlenfrauenRezension von Julia Rafael, Dieses Buch beinhaltet 12 Erzählungen. Für drei dieser Erzählungen erhielt die Autorin im Rahmen von FM4-Literaturwettbewerben Preise (7., 3. und 4. Platz). In den Erzählungen verbergen sich hinter zumeist unspektakulären Titeln durchaus aus den Angeln hebende Begebenheiten, manchmal geht es auch ganz verhalten zu, und trotzdem schreitet auch hier des öfteren ein dramatisches Drehbuch unaufgeregt voran. Aktuelles, Alltägliches, kurz, das heutige Leben breitet sich in den Erzählungen aus, zeigt sich in wilder Schönheit, oder auch in „schräger" Offenbarung der kleinen und trotzdem nicht unwesentlichen Dinge, die das Leben eigentlich ausmachen. Niemals wird es in diesen Erzählungen kitschig, selbst dann nicht, wenn sie sich mit der Liebe auseinandersetzen. Es weht der Sound einer neuen Generation, vielschichtig, tiefsinnig und manchmal auch leicht wie Gaze, jedenfalls aber niemals oberflächlich. Die 12 Erzählungen sind jede für sich äußerst
lesenswert. Die Autorin versteht es, die Facetten des modernen Lebens
meisterhaft zu schildern, vielfach sind die Geschichten mit dem
köstlichsten Humor gespickt, wie z.B. in der Erzählung „Der Sargträger“,
die auch beweist, dass die Autorin eine messerscharfe, psychologisch
gewiefte Beobachterin ist. Lassen Sie sich in den Dschungel Borneos
entführen, nach Las Vegas oder einfach in „die Stadt, die Baden so
ähnlich ist“, immer werden Sie atemlos, oder zumindest zwischen
angenehmer Neugierde und wohliger Spannung hin und her pendelnd, dabei
sein wollen, wenn die Dinge einfach so ihren Lauf nehmen. |
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