ANKLAENGE
Wiener Jahrbuch für Musikwissenschaft
Herausgeber:
Cornelia Szabó-Knotik und Markus Grassl
ANKLAENGE 2008
Joseph Joachim (1831–1907): Europäischer Bürger,
Komponist, Virtuose
Herausgeber: Michele Calella und Christian Glanz
Mille Tre Verlag, Wien 2008
ISBN 978-3-900198-19-0
288 Seiten, 17 × 23,5 cm, Softcover
€ 29,70 • bestellen
Das Institut für Analyse, Theorie und Geschichte der
Musik an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
präsentiert mit seinem Jahrbuch nicht nur eine Ergänzung der am Institut
herausgegebenen Buchreihen, sondern hat sich zum Ziel gesetzt, das nicht
allzu breite Spektrum an musikwissenschaftlichen Fachpublikationen in
Österreich um ein profiliertes Organ zu erweitern.
Band 3 ist Joseph Joachim gewidmet, der in der
Musikgeschichtsschreibung vor allem als Violinist, Pädagoge und nicht
zuletzt als Freund von Johannes Brahms Erwähnung findet. Zehn Beiträge,
die der internationalen Tagung in Kittsee anlässlich seines 100.
Todesjahres entstammen, beleuchten unterschiedliche, oftmals
vernachlässigte Aspekte von Joachims Leben und seiner musikalischen
Tätigkeit, die sich im Einklang mit den kulturellen Paradigmenwechseln
des 19. Jahrhunderts im Spannungsfeld zwischen Plurikulturalität und
nationaler Identität, zwischen Performanz und Werkcharakter sowie
zwischen Virtuosität und Interpretation bewegen – mit nicht wenigen
Implikationen für die Gegenwart. Dazu liefern ein Interview mit Ernst
Kovacic sowie eine Glosse von Herbert Lachmayer Anregungen zu einer
aktuellen Auseinandersetzung mit dem „Virtuosen“ in der Musik und seinen
unterschiedlichen Bedeutungen und Funktionen.
ANKLAENGE 2009
ANKLAENGE 2007
ANKLAENGE 2006

Inhalt ANKLAENGE 2008
Beiträge:
Beatrix Borchard: „Als Geiger bin ich
Deutscher, als Komponist Ungar“. Joseph Joachim: Identitätsfindung über
Abspaltung
Moritz Csáky: Komplexe Identitäten in
Zentraleuropa
Reinhard Kapp: Joachim, Brahms und der
musikalische Akademismus
Gerhard J. Winkler: Schauspielmusik –
Konzertouvertüre – Tondichtung: Joseph Joachim im Weimarer Gegenlicht
Andreas Meyer: Zum Violinkonzert in einem Satz
g-Moll op. 3
Michele Calella: Die Domestizierung des
Zigeuners: Liszt, Joachim und das Violinkonzert „in ungarischer Weise“
op. 11
Dominik Sackmann: „…den Stil eines Werkes in
rhapsodischer Weise nachzuahmen…“ Joseph Joachims Solokadenzen zu
Beethovens Violinkonzert
Hartmut Krones: „…das Erfassen des geistigen
Gehalts eines Musikstückes“. Joseph Joachims pädagogische Schriften
Clive Brown: Joachim’s performance style as
reflected in his editions and other writings
David Milsom: Joseph Joachim: Evoking his Style
and Practice in Historically-Informed Performance
Literatur:
Annegret Huber: Rezension von: Beatrix
Borchard, Stimme und Geige: Amalie und Joseph Joachim. Biographie und
Interpretationsgeschichte
Debatte:
Virtuosität einst und heute: Der Geiger Ernst Kovacic
im Gespräch mit Michele Calella
Glosse:
Herbert Lachmayer: Unglaubliche Augenblicke
fürs Ohr. Zur Faszinationsgeschichte des Virtuosen
Berichte:
Symposien und Kongresse:
Michele Calella: „Mode Mythos Wissenschaft:
Historische Aufführungspraxis im Spannungsfeld“. Internationales
Symposium
Dieter Torkewitz: „Im Schatten des Kunstwerks
II: Theorie und Interpretation des musikalischen Kunstwerks im 19.
Jahrhundert“. Internationaler Kongress für Musiktheorie
Projekte:
Marko Deisinger: Projekt „Heinrich Schenker,
Tagebücher 1918–1925: kommentierte Edition“. Projektbeschreibung und
erste Ergebnisse
Gerold Gruber: Exil.arte. – Österreichische
Koordinationsstelle für vom Nazionalsozialismus verfolgte Musik
Abstracts von 2007 und 2008 approbierten
Dissertationen:
Peter Mechtler: Die Veränderungen der
Soundscapes der Städte durch die Verkehrsmittel um 1910 und ihr Einfluss
auf die Arbeit des futuristischen Künstlers Luigi Russolo
Maria Sourtzi: Untersuchungen zur Kanontechnik
im instrumentalen Spätwerk Anton Weberns
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